Kapitel in diesem Thema:


Fuerte Zoe: Abreise von Fuerte mit Eselsrettung.

Von Andrea Robers, 26.05.2010

Eigentlich sollte es ein schneller Abschied werden. Mein Mietwagen war an der Avenida del Saladar in Jandia geparkt und so gegen 13 Uhr sollte es Richtung Flughafen gehen. Aber es kam alles anders als ich plötzlich zwei Eselsohren ungewöhnlich strassennah entdeckte!

fuerteventura fuerte blog

Mit Entsetzen und gleichzeitigem Erstaunen sah ich einen Esel, der in einen ca. zwei Meter tiefen Graben gefallen war. Der Graben ist für Kanalarbeiten am Hotel SBH in Jandia freigelegt worden. Ein zweiter Esel sah seinem Kumpanen zunächst hilflos zu, taperte dann zur restlichen Herde in den Salzwiesen ab.

Eigeninitiative war gefragt, also sprang ich mutig auf die Hauptstrasse, hielt einen netten und hilfsbereiten Taxifahrer an, der auf meine Bitte hin, die Polizei rief.

Während der kleine Esel im Graben, so langsam aber sicher Panik bekam und immer wieder erfolglos versuchte sich zu befreien sammelte sich eine Menschentraube am Rande des Grabens an und einige der Gaffer fanden es teilweise wohl amüsant, den Esel in seinem Kampf zu beobachten. Da fehlten und fehlen mir immer noch die Worte...

In der Zwischenzeit kam in einem Pkw ein Mann, der in der Nähe eine Anlage besitzt, schnell angefahren und sagte mir die Eselherde wäre ihm beinahe vor's Auto gerannt. Er hätte sie, zum Glück, um wenige Sekunden verfehlt. Als er mich zu dem in den Graben gefallenen Esel rennen sah kam er wieder zurück. Auch er wollte auch die Polizei verständigen, grummelte dann etwas, stieg in sein Auto und verschwand.

Zum Glück für den Esel kam aber der nette Taxifahrer wieder vorbei und half, zusammen mit der inzwischen eingetroffenen Polizei, den Esel aus dem Graben zu befreien. Und zwar ohne Rücksicht auf Verluste! Der Polizist und der Taxifahrer schoben unter Einsatz all ihrer Kräfte den 'armen Esel' aus dem Loch. Wer schon einmal einen Huftritt abbekommen durfte, der kann sich vorstellen, welches Risiko die beiden Herren eingegangen sind, als sie sich hinter dem Eselhintern platzierten.

Alsbald der Esel sicheren Boden unter den Hufen hatte, lief er auch, schwupp di wupp - ganz schnell Richtung Berge, dem - wenn man so will - Wohnsitz dieser Eselherde.

Was wohl aus ihm geworden ist? Die Schürfwunde an seinem Hals hatte schon beeindruckende Ausmaße. Aber wahrscheinlich ist es wie immer - Ende gut.

Ich zumindest war heilfroh das der 'Kleine' zu seiner Herde zurück konnte und fuhr mit (höchstwahrscheinlich unerlaubter) Raketengeschwindigkeit zum Flughafen.

Alles Gute Esel!


auf facebook teilen…

‹ zurück