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Nach den ersten, teils aufregenden, Jahren der American Star als Kreuzfahrtschiff, Truppeltransporter und Passagierdampfer begann der Niedergang des Schiffes, der schließlich als Wrack vor der wilden Westküste von Fuerteventura endete.
1978 wurde die American Star an die Venture Cruise Line verkauft, wurde blau angestrichen und renoviert. Der Einsatzzweck waren nun wieder Kreuzfahrten über kurze Distanzen in US-amerikanischen Küstengewässern. Von diesen Kurzkreuzfahrten absolvierte die American Star, die zwischenzeitlich wieder in 'America' umgetauft worden war, genau zwei - danach wurde sie wieder ausser Betrieb genommen.
Die Inneneinrichtung entsprach nicht mehr den Ansprüchen der Passagiere und insgesamt war das Schiffsinnere alt, eng, unhygenisch und wenig komfortabel. Die American Star wurde in New York festgemacht, die Reederei meldete noch im gleichen Jahr - nur gut ein halbes Jahr nach Erwerb der American Star - Konkurs an.
Im August des gleichen Jahres wurde die 'America' versteigert und kam wieder in den Besitz der griechischen Okeania Reederei, die das Schiff in 'Italis' umbenannte und es in Eulisis, an der Nordküste des Saronischen Golf einer Generalüberholung unterzog. Dabei wurde das Design des Schiffes modernisiert, indem der vordere Schiffskamin - der ja nur zur Zierde existierte - weitestgehend entfernt wurde. Für wenige Monate wurde die American Star 1979 noch für Kreuzfahrten im Mittelmeerraum eingesetzt und im September '79 in Eulisis fest vertäut.
1980 kaufte eine Investorengruppe das Schiff, mit der Absicht, es in ein schwimmendes Hotel zu verwandeln. Bis 1984 konnte diese Idee jedoch nicht realisiert werden, die American Star dümpelte unter Ihrem neuen Namen 'Noga' im Hafen von Eulisis.

Wrack der American Star am Playa de Garcey 2004[1]
Die Reederei Silver Moon Ferris erwarb das Schiff im September des Jahres 1984 und nannte es in 'Alferdoss' um - weiter tat man nichts, ausser darauf zu warten, dass der Preis für Stahlschrott stieg. Bis 1988 lag die American Star vor Anker und gammelte vor sich hin. Zwischenzeitlich wurden Teile der Ausrüstung an einen Schrotthändler verkauft. In diesem Jahr kam es durch den zunehmenden Verfall der American Star zu einer Leckage. Der Wassereinbruch führte dazu, dass man das Schiff auf Grund setzen musste, um ein Untergehen zu verhindern. Es folgte eine Reparatur, das Leerpumpen des Rumpfes und die Verbringung an den alten Liegeplatz in Eulisis.
Bis 1992 lag die American Star in dem griechischen Hafen vor Anker. Es fand sich ein Käufer, der nach Inspektion des Schiffes in einem Trockendock, den Plan fasste die American Star in ein schwimmendes Hotel umzubauen und vor Phuket, einer thailändischen Insel, zu verankern. Erst jetzt erhielt das Schiff, den Namen 'American Star'. Nachdem man das Schiff für den Transport vorbereitet hatte, trat die American Star am Silvestertag 1993 ihre letzte Reise an - nicht mehr aus eigener Kraft, sondern gezogen von einem Schlepper.
Etwas mehr als zwei Wochen benötigte der Verbund um von Eulisis im Mittelmeer bis zu den Kanarischen Inseln zu gelangen. Vor der Westküste von Fuerteventura geriet der Schleppverband in einen Sturm mit Winden bis zu 12 Beaufort - einem ausgewachsenen Orkan. Die Schlepptrossen rissen und die American Star trieb manövrierunfähig auf die Küste zu. Am Playa de Garcey lief sie am 17. Januar 1994 auf Grund. Alle Besatzungsmitglieder, die sich noch an Bord befanden, konnten gerettet werden.

Wrack der American Star am Playa de Garcey 2004[2]
In nur zwei weiteren Tagen zerbrach die American Star mittig in zwei Teile. Sowohl das Heck als auch der Bug lagen nun halbwegs stabil auf einer Sandbank. 15 Jahre hat die American Star gegen Ihren Untergang gekämpft. 2009 hat der Atlantik sich das Schiff vollständig geholt.
Im Jahr 2008 erfuhr die American Star eine letzte (wahrscheinlich eher unfreiwillige) Ehrung. Als Schiff in der Wüste, ist sie für eine Sekunde (0:28) in einem SEAT Werbespot zu sehen.
Copyright Bilder: [1][2] Dr. P. Posselt, Köln
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