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Mitten im Atlantischen Ozean liegt die Kanareninsel La Palma rund 1.500 km entfernt vom spanischen Festland. Zur marokkanischen Küste sind es gut 400 km. Aufrund ihrer üppigen grünen Vegetation trägt La Palma den Beinamen la Isla Verde - die grüne Insel. Bekannter jedoch ist ihr zweiter Kosename - la Isla Bonita - die schöne Insel.
Auf dem Gipfel des Roque de los Muchachos im Nationalpark Caldera de Taburiente befinden sich wissenschaftlich bedeutsame Sternwarten und astronomische Observatorien. Erst im Jahr 2009 wurde das weltweit grösste Weltraumteleskop, das Gran Telescopio Canarias (GTC) durch das Spanische Königshaus eingeweiht.

Die kanarische Insel La Palma
Die Gesamtfläche beträgt 708 Quadratkilometer, mit einer Länge von 42 km. Auf La Palma leben ca. 85.000 Einwohner und die nächste Nachbarinsel Teneriffa liegt 85 km entfernt. Fuerteventura liegt in ca. 180 km Entfernung.
Der Lorbeerwald Los Tilos wurde 1983 zum Biosphärenreservat von der UNESCO erklärt und im Jahr 2002 wurde ganz La Palma Biosphärenreservat.
Wie alle Kanarischen Inseln ist auch La Palma durch Vulkanismus geprägt, insbesondere der Inselsüden. In den letzten 500 Jahren erlebte La Palma sieben Vulkanausbrüche. Die letzte Eruption fand 1971 durch den Vulkan Teneguia statt, der aktivste Vulkan ist der Cumbre Vieja. La Palma zählt zu den jüngsten Inseln des kanarischen Archipels und ist gut 2 Millionen Jahre alt.
Weg zum Vulkan San Antonio auf La Palma [©1]
Durch den Einfluss der Passatwinde und des ganzjährig milden Klimas wird La Palma in zwei unterschiedliche Vegetationszonen unterteilt. Der Westen ist trockener und wärmer als der feuchte, vegetationsreiche Osten der Insel. Das Landschaftsbild wird durch Vulkane, Lavefelder, Barrancos, tiefe Schluchten, Steilküsten und Lorbeerwäldern bestimmt.
Pflanzen, wie der kanarische Drachenbaum, Wolfsmilchgewächse, kanarische Kandelaberwolfsmilch (Euphorbis canariensis), kanarische Dattelpalme, Lorbeeerarten, Oleander, Teide Ginster, Myhrte, salzliebende Pflanzen, Sukkulenten, Kieferarten und der Natternkopf 'Tajinaste' zählen zu den über 1.000 Pflanzenarten von La Palma.
Auf La Palma sind folgende Tierarten anzutreffen: Eidechsenarten, Geckos, Schmetterlinge wie der Kanarische Admiral, Seeigel und Quallen, eine bunte Vogelvielfalt mit Rotkehlchen, Kanarienvögeln, kanarsiche Tauben, Fischadler, Turmfalke, Amseln und die gemeine Alpenkrähe. In den Küstengewässern können beim Tauchgang Papageienfische, Muränen, Barsche und Oktopusse beobachtet werden.
Die Ureinwohner von La Palma, die Guanchen, kamen vor 2000 vor Christi auf die kanarische Insel. Sie stammen von einem Berberstamm aus dem Norden des nahe gelegenen Afrika ab. Benahoare war der altkanarische Name von La Palma. Sie lebten, wie alle Urvölker der Kanaren in Höhlen, ernährten sich von der Tierjagd und Landwirtschaft.
Ein päpstlicher Erlass von 1443 sicherte den Kanarier, in der Eroberungszeit seit dem 14. Jahrhundert, zu, nicht versklavt zu werden und verbot den Menschenhandel, auch auf La Palma. Die Eroberer hielten sich nicht daran und so endeten viele Bewohner in der Sklaverei. Heutzutage leben die Palmeros vom Weinanbau, dem Anbau von Bananen und Gemüseanbau, z.B. Avocados.
Die Hauptstadt Santa Cruz de La Palma [©2]
La Palma ist in 14 Gemeinden unterteilt: Barlovento, Brena Alta, Brena Baja, El Paso, Fuencaliente de la Palma, Garafia, Los Llanos de Adriane, Puntagorda, Puntallana, San Andrea y Sauce, Santa Cruz de La Plama, Tazacorte und Villa de Mazo. Die Hauptstadt Santa Cruz de La Palma befindet sich an der mittleren Südküste. Südlich von Santa Cruz de La Palma liegt der Flughafen La Palma.
Auf den nachfolgenden Seiten erfahren Sie mehr über die Strände und über Kunst und Kultur auf La Palma.
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