Kapitel in diesem Thema:


Seeadler im Hotel gestrandet.

Von Michael Ludwig, 28.01.2014

Bei unserer Tour durch das geschlossene Stella Canaris gab es eine Begegnung der besonderen Art. Auf der Suche nach Fotomotiven haben wir einen ziemlich erschöpften Greifvogel gefunden - und gefunden ist dabei sehr schmeichelhaft ausgedrückt, wäre der Herr fuerteinfo.net doch beinahe auf das arme Tier getreten, das sich hinter einem Baum auf den Boden gekauert hatte...

Wie dem auch sei - helle Aufregung, was tun. Erster Gedanke war, Sabine von der Tierhilfe Fuerteventura anzurufen, danach wussten wir zumindest schon einmal, dass der örtliche Tierarzt ein möglicher Ansprechpartner sein könnte. Dort war selbstverständlich während der Siesta niemand erreichbar. Also musste jemand her, der sich damit besser auskennt als wir es tun und direkt vor Ort ist. Uli von Rüdis Hodge Podge musste also tätig werden und schaffte es innerhalb weniger Minuten Gott und die Welt in Bewegung zu setzen. Über Ihre Kontakte wurde das Medio Ambiente - das Umweltamt - informiert und die Policia Local auf den Plan gerufen.

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Zusammen mit der Policia Local ging es dann in einer kleinen Fahrzeug-Kolonne ins Stella Canaris. Der Aufwand mit mehreren Fahrzeugen war notwendig, da die Policia Local niemanden mitnimmt, weil der- oder diejenige dann nicht versichert ist (es sei denn man ist verhaftet, dann ist man auch versichert) und selber nicht in fremden Fahrzeugen mitfährt (man kann schließlich nie wissen).

In der Zwischenzeit war der Mitarbeiter des Medio Ambiente auf dem Weg von Antigua nach Jandia um den Adler in seine Obhut zu nehmen. Nachdem die Policia Local den Pick-Up des Medio Ambiente an die richtige Stelle gelotst hatte, dauerte es ca. 30 Sekunden, bis der Bruchpilot eingefangen war und Richtung Betancuria zur Greifvogelstation verfrachtet werden konnte.

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Diagnose: Ziemlich dehydriert und ein Schädeltrauma durch die Bruchlandung in Stella Canaris. Ist also noch einmal halbwegs gut gegangen für den fliegenden Kollegen.

Das war vor drei Monaten, doch dank der tatkräftigen Unterstützung von Sabine (Tierhilfe Fuerteventura), Uli (Rüdis Hodge Podge), der Policia Local und dem Medio Ambiente geht es dem 'kleinen Racker' inzwischen wieder besser.


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