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Oelprobebohrungen vor Fuerteventura und Lanzarote genehmigt.

Von Michael Ludwig, 20.03.2012

Die spanische Regierung hat dem Mineralölkonzern Repsol die Genehmigung erteilt Probebohrungen vor den Küsten von Fuerteventura und Lanzarote durchzuführen. Der Abstand zu Stränden beträgt ungefähr 60 km - bei gutem Wetter und klarer Sicht könnte man dann wohl in einigen Jahren Ölplattformen vom Strand aus sehen. Ein ganz besonderes Urlaubserlebnis - fast wie in Texas.

Repsol erhofft sich - und eigentlich erhofft sich auch die klamme spanische Regierung - den größten Erdölfund in der Geschichte des Landes. In einer Tiefe von 3 km werden in den nächsten zwei Jahren Löcher in den Meeresgrund gebohrt, um mal zu gucken, ob es da etwas zu holen gibt. Sowohl die Inselregierungen als auch die Tourismusveranstalter sehen die Angelegenheit kritisch bis sehr kritisch.

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Zwar sind 60 km eine recht ordentliche Entfernung zu den fantastischen Sandstränden von Fuerteventura, doch sicher ist man im Falle eines Falles natürlich nicht. Während die Inselregierungen um Ihrem Status als Biospherenreservat bangen, fürchten sich die Reiseveranstalter eher davor, dass die Kanaren zukünftig keines der Top-Reiseziele mehr sind.

Doch wenn man die Sache mal nüchtern betrachtet, dann geht es allen nur um das liebe Geld. Die Einen haben Angst bald weniger zu verdienen, wohin gegen die Anderen darauf spekulieren bald deutlich mehr zu haben. Man kann sich des Eindrucks nicht verwehren, dass die Natur nur eine untergeordnete Rolle in den Überlegungen der Konzerne und Regierungen spielt.


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