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Kanaren: Mehr Flüge mit Ryanair bringt mehr Tourismus. Aber, ist es auch gut?

Von Andrea Robers, 02.12.2010

Kanaren Reisen: Billigflieger Ryanair, der immer wieder in den Medien auftaucht und für Verwirrungen bei den Buchungspreisen sorgt, will ab Februar 2011 sein Flugstreckennetz erweitern. Das irische Flugunternehmen wird auf den Flughäfen von Teneriffa, Lanzarote und Gran Canaria jeweils zwei Ferienflieger stationieren.

Der deutsche Flughafen in Karlsruhe wird zudem zweimal wöchentlich Urlauber zu den Kanarischen Inseln Lanzarote und Gran Canaria fliegen.

Die Kanarischen Inseln und die Tourismusbeauftragten haben sich für das Jahr 2011 vorgenommen, über 1 Millionen mehr Touristen auf ihren Inseln - die mit den vielen Biosphärenreservaten und geschützten Naturgebieten - zu begrüßen als im Jahr 2010.

Vielleicht sollte man als Tourismusbeauftragte jedoch mehr auf Qualität und nicht auf Quantität setzen. Vielleicht sollte man auch nicht auf Dumpingpreise bei den Hotelketten (All Inklusive) setzen, denn davon haben die Einheimischen und die Residenten auf den wunderschönen und schützenwerten Kanaren nicht viel. Ausser, das durch die brachiale Tourismuswerbung, möglicher Weise, die vielen von der UNESCO erklärten Schutzgebiete zu Schaden kommen werden.

Vor ein paar Monaten wurde vor der Kanarischen Küste ein extrem grosses Korallenriff entdeckt und zur selben Zeit erklärte man die Gespräche für die Ölbohrungen in den Kanarischen Gewässern wieder auf zunehmen. Die Kanaren werben mit Ihren vielen Naturschutzgebieten und den, von der UNESCO erklärten, Biosphärenreservaten und wollen gleichzeitig immer mehr Urlauber anlocken?

Die intensiven Bemühungen, in den osteuropäischen Ländern oder auch in Grossbritannien, All Inclusive Urlaube zu vermarkten, wird zwar mehr Urlauber auf die Kanaren bringen, dafür aber nicht viel Geld in der Kassen des kanarischen Einzelhandels und der Gastronomen bringen.

Und was wird aus der sensiblen Natur?

Zur Zeit überprüft die UNESCO die Auflagen für die Titel der Biosphärenreservate auf den Kanaren. Mit einem solch wertvollen Titel, wie Biosphärenreservat, sollte man sich nichts erkaufen können und schon gar nicht auf Kosten schützenswerter Natur!


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