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Heute ist Welttierschutztag. Auch auf den Kanaren.

Von Andrea Robers, 04.10.2010

Heute, am 4.Oktober ist weltweiter Tierschutztag. Also, dann mal schnell rein in die Supermärkte und Futter für die hungernden Katzen und Hunde kaufen. Ebenso eine gute Tat wäre es, den armen Eseln (auch auf Fuerteventura nah dem Club Magic Life, am Sendemast) auf den Kanaren einen Eimer Wasser und Brot hinzustellen. Eine Scheibe Schinken vom Hotelbuffett kann genauso verfüttert werden wie ein Apfel.

Die Tierschutzorganisationen helfen schon wo sie können, aber es liegt auch an einem selbst, etwas Gutes zu tun. Auch eine, für Reisende kostenlose, gute Tat ist es, eine Flugpatenschaft für Tiere zu übernehmen. Informieren Sie sich dazu bitte bei den jeweiligen Tierschutzorganisationen vor Ort oder im Internet. Allerdings muss die Flugpatenschaft bei den Tierschutzvereinen und somit auch bei den Fluggesellschaften 48 Stunden vor Abflug angemeldet sein, denn die Transportboxen brauchen ja auch Platz in den Flugzeugen.

Sinnvoll wäre es auch, dauerhaft umzudenken und weniger Kreuzfahrtreisen zu buchen. Denn die Schiffsschrauben und vor allem der dadurch verursachte Lärm sind gefährlich für die Wale, Delfine und Meeresschildkröten. Vielleicht gibt es ja doch einen Zusammenhang mit den immer häufiger vorkommenden Walstrandungen an den kanarischen Küsten.

Aber die Meeresbewohner stehen zusätzlich noch vor ganz neuen Gefahren. Der Ölkonzern Repsol möchte rund um die Kanaren Probebohrungen nach Erdgas und Erdöl durchführen. Die kanarische Regierung wird demnächst mit dem Ölkonzern in Madrid über diese Probebohrungen verhandeln. Schon einmal hat die kanarische Regierung die Verhandlungen mit dem Ölkonzern abgebrochen, es bleibt abzuwarten was mit den neuen Verhandlungen wird.

Laut Regierungspräsident Paulino Rivero sollen die Kanaren selbst über die Nutzungsrechte des Ozeans rund um die Inseln entscheiden. Das reicht von den Fischereirechten oder die Vergabe von Fischfang Lizenzen bis hin zur Erschliessung des Meeresbodens. Ob es bald wohlmöglich Bohrinseln vor den Kanaren gibt, bleibt daher leider noch abzuwarten.


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