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Antarktis Training auf Fuerteventura.

Von Michael Ludwig, 10.10.2011

Es gibt zwei Menschen, Armin Wirth und Dieter Staudinger, die sind am letzten Samstag auf Fuerteventura gelandet um dort ein Trainingscamp zu absolvieren. Das - an sich - ist nichts ungewöhnliches, viele Leistungs- und Extremsportler tun das. Doch diese beiden trainieren nicht etwa für einen Wüstenmarsch oder für den nächsten Ironman auf Hawaii, sie trainieren für eine Antarktis Expedition.

Nachdem einige kleinere, mittelgroße und auch größere Fragezeichen aufgetaucht sind - stellt sich sofort die Frage, wie die Insel des ewigen Sommers in ein Trainingscamp für den Kontinent des ewigen Eises passt. Die Erklärung dafür ist denkbar simpel: Kitesurfen.

Die beiden wollen in der Antarktis eine Strecke von ca. 3.500 Kilometern mit Hilfe des Windes zurücklegen und trainieren, neben der Ausdauer, den richtigen Umgang mit den Segeln und sammeln Erfahrungen bei verschiedenen Windstärken. Das Unternehmen trägt vielleicht auch aus diesem Grund den Namen Aloha Antarctica und ist damit zumindest namentlich 'surfkompatibel'.

Am 7 November 2011 startet die Expedition zum Südpol von Kapstadt in Südafrika, zunächst mit dem Flugzeug zur russischen Antarktisstation Novo. Dann geht es - ebenfalls fliegend - zur südafrikanischen Antarktisbasis Sanae. Von dort aus beträgt die Distanz zum ersten Etappenziel, dem Südpol, ca. 2.200 km. Diese Route ist bisher komplett unerforscht - es handelt sich also um eine Erstbegehung. Vom Südpol aus liegt das zweite Etappenziel, eine kleine Bucht namens Hercules Inlet, weitere 1.300 km entfernt.

Ein ausgesprochen wagemutiges Projekt bei antarktischen Hochsommertemperaturen von kuscheligen -25 °C. Respekt meine Herren - ein sehr cooles Unterfangen. Gutes Gelingen und gute Heimkehr.

Detaillierte Informationen gibt es auf der Website des Projektes Aloha Antarctica.


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